Die Ruhe finden in hektischen Zeiten

von Hans-Erwin & Magdalena Schotten

 

Die Ordnung dieser Welt wird nicht mehr durch Orientierung in Richtung Gott bestimmt, sondern durch den tretmühlenartigen Fleiß der Menschen. Sie haben sich durch ihre Vorstellung von Arbeit, die nicht mit den Weisungen Gottes konform geht, ein eisernes Korsett angezogen und ihre Seelen dabei zerstört. Viele fühlen sich leer und ausgebrannt; es fehlt eine Orientierung und Richtung im Leben. Die Zwangsidee Arbeit ist längst sinnlos und zerstörerisch geworden. Arbeit ist für den Menschen wichtig. Gott hat sie geboten und sie sollte mit Sinn und Herz erfüllt sein.
Aber nicht allein durch seine Auffassung von Arbeit schafft sich der Mensch Probleme, sondern auch durch seine Freizeitgestaltung. Sie wurde zu einem Diktat der fortgesetzten Anstrengung. Die langen Wochenendstaus geben beredtes Zeugnis davon. Alles macht den Eindruck, als ob der Mensch ständig vor seinen geistigen Bedürfnissen auf der Flucht ist. Sie sollen ihn nicht in den Sinn kommen und dazu ist Dauerablenkung nötig.
Gott ist derjenige, der die Zeit geschaffen hat, auch den Sabbat. Dieser erinnert an Gott, an seine Gegenwart und daran, dass die Bedeutung dieses Lebens im Dienst Gottes besteht. Er ermahnt uns, das Leben zu heiligen und nicht durch Götzen, wie falschverstandene Arbeit und Konsum, vernutzen zu lassen oder zu meinen, wir könnten uns dadurch selbst vergöttern. Der Sabbat erinnert den Menschen an seine geistigen Bedürfnisse. Er lebt eben nicht vom physischen Brot allein.
Jeder Sabbat führt den Christen vor Augen, dass sie nicht durch ihre eigenen Bemühungen Gerechtigkeit erlangen können, die vor Gott Bestand hat. Sie ist Gottes Gabe. Gott verordnet durch den Sabbat Ruhe und zeigt den Christen, dass sie nicht durch ihre eigenen Werke gerettet werden. Außerdem sollte der Sabbat eine Freude sein, den Menschen erfrischen, helfen seine geistigen Batterien wieder aufzuladen und ihm Kraft für die kommende neue Woche geben. (Jesaja 58, 13-14)

 

Hans Bruns schreibt zu 1. Mose 2, 1– 4a in seiner Übersetzung mit Erklärungen: "Gott ist

nie selbstsüchtig, er ist heilig und heiligt, d.h. er zieht die Menschen in seine

Gemeinschaft hinein. Als Bild und stete Erinnerung für diese Tatbestände ist der Ruhetag

von Gott geschaffen, und wir sollen ihn auch halten. Er ist zugleich Erinnerung an die

vollendete Ruhe, auf die wir uns freuen dürfen (Hebr. 4, 9).“

 

 

 

 

 

Bookmarks

BloggerFacebook ShareGoogle BookmarksMyspaceStumbleUponTumblrTwitter