Hausgemeindetreff-Blog

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Diesen Blog wollen wir nutzen, um in unregelmäßigen Abständen anfallende, aktuelle Fragen u. Themen zu bearbeiten und hoffen, dass die gewählten Titel u. Inhalte von allgemeinem Interesse sein werden. Über Kommentare u. Fragen würden wir uns freuen. Wir wünschen Ihnen von Herzen Gottes reichen Segen. 

 

Hans-Erwin & Magdalena Schotten              

    


26. Februar 2014, 03:17

Anmerkungen zu Galater 5, 3-4, Hebräer 8, 13, Jakobus 2, 10 und Lukas 22, 20

von Hans-Erwin Schotten

Leider ist die Theologie, die sich mit den biblischen Aussagen befasst, sehr zerstritten und wir wollen zu diesem heillosen Durcheinander nicht unseren Teil beitragen, deshalb gehen wir auch nur gemäßigt voran und wollen Menschen zu eigenem Nachdenken anregen.
Betreffs Galater 5, 3-4. Der Galaterbrief ist an Gemeinden in Galatien gerichtet. Es waren vorwiegend heidenchristliche Gemeinden und jüdische Lehrer sind dort eingedrungen und haben den Galatern gepredigt, dass für die Erlösung Christus allein nicht genügt. Neben seinem Sterben und Auferstehen meinten die Galater sich auch beschneiden lassen und die gesamte Weisung Gottes am Sinai einhalten, inklusive Speisegebote, Festzeiten und anderen Vorschriften. Das ist in der Tat eine Aufhebung der Gnade und der Erlösung durch Jesus Christus. Kein Mensch kann irgendetwas zu seiner Erlösung durch Werke beitragen. Dies muss entschieden abgelehnt werden. Aber die Erlösung ist ein Aspekt, der andere ist das christliche Leben danach. Schon in Vers 14 macht Paulus sie auf die Grundlagen ihres christlichen Lebens aufmerksam: die Liebe als agape. Ein Ausdruck, der im Alltagsgriechisch kaum Verwendung fand. Die LXX und die Apostel, besonders Paulus, füllten diesen Begriff christlich auf. Gott liebt uns über alle Maßen und er will, dass wir diese Liebe leben und weitergeben. Eine Zusammenfassung dieser Liebe ist in Vers 14 gegeben. Die Weisungen Gottes sind Ausdruck dieser Liebe. In der Beschreibung von den Werken des Fleisches und des Geistes in den Versen 19-25 wird dieses nochmals deutlich. Verse 19-21 sind Übertretungen von Gottes Weisungen, die für Christen ebenfalls gelten. Die Verse 22-23 sind eine positive Zusammenfassung dieser Weisungen und mit Hilfe des Heiligen Geistes umzusetzen, da der Christ eine neue Kreatur ist und unter der Leitung des Geistes Gottes steht.

Hebräer 8, 13 und Lukas 22, 20 lassen sich in einem abhandeln.
Ein Bund ist kein Vertrag, er beruht auf ein Verhältnis zweier zu einander, wobei Gott der Geber ist und daher einen Anspruch hat. Alle Bünde der Bibel zu beschreiben, würde zu weit führen. Es gibt zwei Parteien. Gott auf der einen Seite. Er will ein gehorsames Volk, dass ihn verherrlicht und nach seinem Willen lebt. Auf der anderen Seite gibt es sein Volk Israel, als Gottes Volk hat es versagt. Sie haben den Bund nicht gehalten aber damit hat Gott seinen Plan nicht aufgegeben. Er wollte einen neuen Bund stiften mit anderen Voraussetzungen. Während Israel Gottes Grundgesetz nur in Stein vor Augen hatte, wollte Gott im Neuen Bund seine Weisungen in ihr Herz geben, wie im Kapitel 10, 16-17 beschrieben. Angekündigt hatte er das schon durch Jeremia im Alten Testament. Es geht bei dem Neuen Bund nicht um die Abschaffung der Weisungen, sondern um die Implantierung in das Herz.
Im Hebräerbrief wollten Judenchristen wieder zurück zu den kultischen Bestimmungen Moses. Dies musste der Autor des Briefes entschieden zurückweisen. Das alte Opfersystem hat keine Vergebung der Sünde gebracht nur eine Erinnerung daran. Nur Jesus bringt die Vergebung, daher ist dieser Teil der Weisung Gottes veraltet und ersetzt durch Jesus Christus, unseren Erlöser, aber die ethischen Weisungen fallen nicht darunter. Sie werden in das Herz geschrieben. Darf ein Christ Götzendienst betreiben? Nein! Darf ein Christ den Namen Gottes verunglimpfen? Nein! Darf ein Christ stehlen, lügen, ehebrechen und begehren? Nein! Im übrigen behandelt der Autor das Thema Ruhe in den Kapiteln 3 und 4. Israel ist wegen Sünde nicht zu der Ruhe gekommen, also rief Gott noch eine weitere Ruhe aus und in Kapitel 4, 9 steht dieser Satz im Präsens und nicht im Futur

Noch ein kurzes Wort zu Jakobus 2, 10. Jakobus ist der Weisheitslehrer des Neuen Testamentes anknüpfend an die Sprüche und Kohelet. In Kapitel 2 geht es in diesem Abschnitt um das Ansehen der Person, besonders im Verhältnis arm/​reich.
In Vers 8 sagt er klar und deutlich, dass wer nach der Zusammenfassung der Weisung Gottes lebt, das richtige tut, warnt aber in den nachfolgenden Versen vor Rosinenpickerei. Entweder ganz Christ oder gar nicht. Am Ende stehen wir vor dem Richterstuhl Christi und da gilt Ganzheitlichkeit aber keine halben Sachen, Verse 11-12. In Vers 24 provoziert Jakobus die traditionelle protestantische Theologie, deshalb wollte Luther diese „stroherne Epistel“ wie er sie nannte, auch gerne aus dem Kanon der Bibel verschwinden lassen aber das hat unser Herr nicht erlaubt.

Eine sehr gute Zusammenfassung dieser gesamten Thematik findet sich in Römer 5-8. Da hat Paulus sein Meisterwerk abgeliefert. Er hat Jesus wirklich verstanden. So tiefgründig hat es nach ihm kein Theologe erfasst. Römer 7 ist im übrigen seine Verteidigungsrede der Weisung Gottes.

Redakteur

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03. Februar 2013, 20:55

Buchtipp

von Hans-Erwin Schotten:
"Frank E. Peretti: Licht in der Finsternis
Projekt J Verlag"

Paulus hatte von Jesus einen Auftrag bekommen, Apostelgeschichte 26, 17-18: “Ich werde dich herausnehmen aus dem Volk und den Nationen, zu denen ich dich sende, ihre Augen zu öffnen, daß sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Macht des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbe unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind.​”
Die von Jesus geforderte Bekehrung wird heute vielfach nicht mehr gelehrt. Frank E. Peretti beschreibt in seinem Roman eindrücklich diesen Vorgang. Eine ehemalige Anhängerin der Hippiebewegung, die alles ausprobiert hat, angefangen von Meditationsübungen über Atheismus und Humanismus bis hin zu inneren Geistführung. Sie erkannte die Sinnlosigkeit in ihrem Leben hervorgerufen durch Philosophie und Psychologie. Sie suchte nach Grenzen, nach etwas Absoluten und fand dies in der Bibel. Parallel zu ihrem Leben wird der Kampf der geistigen Mächte um sie beschrieben. Das Buch beschreibt sehr anschaulich den Kampf um den einzelnen Menschen. Wie Satan und seine Dämonen jemanden in der Finsternis halten wollen und wie wichtig der Auftrag Jesu an Paulus und auch an die gegenwärtigen Beauftragten Jesu ist.

Es grüßt,
Hans Erwin Schotten

Redakteur

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03. Februar 2013, 18:30

Matthäus 4, 12-17 Licht statt Finsternis

Aquarell Am See v. Magdalena Schotten
Aquarell Am See v. Magdalena Schotten

"Als nun Jesus hörte, dass Johannes gefangen gesetzt worden war, zog er sich nach Galiläa zurück. Und er verließ Nazareth, kam und wohnte in Kapernaum, das am See liegt im Gebiet von Sebulon und Naftali, damit erfüllt würde, was gesagt ist duch den Propheten Jesaja, der da spricht (Jesaja 8,​23; 9,​1): Das Land Sebulon und das Land Naftali, das Land am Meer, das Land jenseits des Jordans, das heidnische Galiläa, das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen; und denen, die saßen am Ort und im Schatten des Todes, ist ein Licht aufgegangen. Seit der Zeit fing Jesus an zu predigen: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!​"

Jesus brachte Licht und Leben im Gegensatz zu Finsternis und Tod. Er ging dort hin, wo man am meisten unter den Einfällen der Feinde gelitten hatte. Die Finsternis erfuhr eine Befreiung durch das Licht.

Dieser Tatsache liegt diese Prophezeiung zugrunde. "Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. Du weckst lauten Jubel, du machst groß die Freude. Vor dir wird man sich freuen, wie man sich freut in der Ernte, wie man fröhlich ist, wenn man Beute austeilt. Denn du hast ihr drückendes Joch, die Jochstange auf ihrer Schulter und den Stecken ihres Treibers zerbrochen wie am Tage Midians.​" Jesaja 9,​1-3
Das ist tatsächlich Grund zu großer Freude.

Wir brauchen dieses Licht beständig bei uns und um uns herum, auch in diesem Land.

Liebe Grüße vom Hausgemeindetreff-Team
Hans Erwin & Magdalena Schotten

 

 

 

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